Eine Schleier von über 1000 Jahre Geschichte liegt über der alten Stadt Quito. Um dies für die Nachwelt zu erhalten, gibt es in der ganzen Stadt zahlreiche Museen, die von der Kultur der "Indigenas" über die spanischen Eroberungszüge bis hin zur heutigen Kultur der ecuadorianischen Bevölkerung reicht.
Das "Museo de Arte Colonial" war das erste Museum des Landes und wurde bereits 1939 gegründet. 1944 öffnete es seine Türen für seine Besucher und seit diesem Jahr strömen unzählige Besucher in das prächtige Gebäude des 16. Jahrhunderts. Die umfassende Ausstellung beinhaltet Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk aus der Kolonialzeit der Spanier seit dem 16. Jahrhundert. Zu den wichtigsten Ausstellungsstücken gehörend, sind die Werke "La Inmaculada" von Manuel de Samaniego, "La Dolorosa" von Manuel Chili Caspicara und "Santa Rosa de Lima" von Bernardo de Legarda.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 14 Uhr
Adresse: Cuenca 415 and Mejía
Die Einrichtung wurde 1929 von dem Philanthrop Aurelio Espinosa Pólit S.J. gegründet und ist bis heute einer der spannendsten Orte in Quito. Zahlreiche Gegenstände der alten Geschichte, bis hin zur Kolonialzeit, werden hier ausgestellt. Das Museum beinhaltet eine riesige Bibliothek mit Schwerpunkt auf ecuadorianische Autoren. Außerdem bietet ein herrlicher Wintergarten für eine schöne Atmosphäre.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr
Adresse: José Nogales 220 und Francisco Arcos
Das Museum präsentiert paläontologische Ausstellungen und Fundstücke, die man in der Äquatorebene gefunden hat. Beeindruckend stehen hier die Skelette von Urzeit-Giganten wie beispielsweise dem Megaterid oder dem Mastodon, aber auch kleine Nager, die man in San José in der Manabí Provinz gefunden hat.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8:30 bis 13 Uhr; 13:45 bis 16:30 Uhr
Samstag: 9 bis 13 Uhr
Sonntag: 10 bis 14 Uhr
Adresse: Rumipamba 341and Av. de los Shyris
1944 wurde das Museum zum Leben erweckt und beherbergt eine außergewöhnliche Ausstellung über ecuadorianische Schriftsteller. Dazu gehörend findet man eine spezielle Sammlung über Laura de Crespo.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 14 Uhr
Adresse: Av. 12 de Octubre and Patria
In einem alten religiösen Gebüde gelegen befindet sich das Fray Pedro Gosseal Quito Museum. Es wurde 1924 zum 100. Jahrestag der Republik eingerichtet. Dort werden die wichtigsten Stücke der religiösen Kunst ausgestellt, die größtenteils aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert stammen. Skulpturen und Gemälde sind ein tolles Zeugnis der vergangenen Zeit. Bernardo de Legarda, Miguel de Santiago, Bernardo Rodríguez und Samaniego sind nur wenige Beispiele der bekannten südamerikanischen Künstler.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9 bis 12; 14 bis 16:30 Uhr
Samstag und Sonntag: 9 bis 16 Uhr
Adresse: Flores 150 and Bolívar in La Plaza de Santo Domingo
Imposant findet man das "Museo de la Ciudad" im alten Krankenhaus San Juan de Dios. Es war eines der ersten öffentlichen Einrichtungen, die in Amerika während der spanischen Eroberung gebaut wurden. Die zauberhafte Kapelle aus der Kolonialzeit und die prachtvollen Klöster sind Vorgeschmack, was einen im Inneren des Büros erwartet. Eine tolle Ausstellung über das Leben in Quito in der Vergangenheit bis heute.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 9:30 bis 17:30 Uhr
Adresse: García Moreno 572 and Rocafuerte
Adresse: Junín 709 and Montufar ( San Marcos );
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8 bis 13 Uhr, 14 bis 17:30 Uhr
Adresse: Parque de La Alameda;
Ph: 570765
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr; 15 bis 17 Uhr
Samstag: 9 bis 13 Uhr
Adresse: Av. 12 de Octubre and Ladrón de Guevara (PUCE);
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9 bis 13 Uhr, 14 bis 16 Uhr
Adresse: Av. Mariana de Jesús 2307 and Martín de Utreras;
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr
Samstag: 9 bis 13 Uhr
Adresse: Corner of Venezuela ;
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8 bis 12 Uhr, 14 bis 18 Uhr
Samstag: 8 bis 12 Uhr
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Quito bietet viele Optionen für einen angenehmen Besuch inmitten seiner Geschichte, Tradition und Legende an. Die Geschichte ist noch im Gedächtnis seiner Einwohner lebendig und reicht in die Jahrtausende vor Christus, als hier Ureinwohner sich hier niederließen. Auch die Conquista unter den Spaniern ist unvergesslich für die Geschichte von Quito.
Der Legende nach wurde Quito von einem Häuptling namens Quitumbe gegründet. Einer Version des Gründungsmythos zufolge überlebten seine Lebensgefährtin und er als einzige eine Sintflut, indem sie sich auf den Vulkan Rucu Pichincha retteten. Fakt ist, dass archäologischen Funden zufolge die Quito-Hochebene seit ca. 1500 v. Chr. besiedelt war. Die bedeutendsten Reliquien gehen auf die so genannte Cotocollao-Kultur zurück. Dies war eine sesshafte Ackerbaukultur, die hier bis etwa 500 n. Chr. lebten. Während des 14. und 15. Jahrhunderts befanden sich dort mehrere Siedlungen mit lokalen Häuptlingen. Dort wurde rege Handel betrieben. Der Handelsplatz war neben seiner wirtschaftlichen auch von strategischer Bedeutung, da er Begegnungspunkt verschiedener Völker war. Mitte des 15. Jahrhundert wurde die Gegend um Quito von den Inka erobert. Unter Huayna Cápac blieb der Handelsplatz bestehen und die heutige Altstadt Quitos wurde zum religiös-politischen Zentrum ausgebaut.
Im Zuge der Conquista wurde 1534 auch das Andenhochland des heutigen Ecuador von den Spaniern erobert. Am 6. Dezember 1534 gründete der Konquistador Sebastián de Belalcázar in den Resten des zerstörten Quito die Stadt San Francisco de Quito. Im 16. Jahrhundert blieb die Stadt stets regionales Zentrum. So richtete 1563 Philipp II. die "Real Audiencia de Quito" als oberstes Gericht für das Gebiet in Lateinamerika ein. Die indigene Bevölkerung der Siedlungen des Umlandes wurde in Arbeitslager zusammengefasst. In den Randgebieten der Stadt lebten darüber hinaus ständig Indigene in "Reduktionen". Mit ihrer Missionierung waren zunächst die Franziskaner, später im 16. und 17. Jahrhundert weitere Orden beauftragt.
Im Zusammenhang der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege in Spanien kam es im August 1809 zu einer Revolution in Quito. Die Anführer der Erhebung zeigten sich der spanischen Krone treu ergeben, dennoch erhielt die einheimische Oberschicht aus Mestizen mehr Einfluss. Der Kampf für den Einfluss der Mestizen-Oberschicht war auch wichtiger Beweggrund der folgenden Kriege um die Unabhängigkeit. In der Schlacht am Pichancha wurde diese am 24. Mai 1822 offiziell.
In der unter Simón Bolívar neu gegründeten Republik Großkolumbien war Quito zunächst Hauptstadt des so genannten Departamento del Sur, ehe dieses 1830 aus dem Bund austrat und sich als Republik Ecuador mit Hauptstadt Quito konstituierte.
Die Hauptstadt war Schauplatz zahlreicher Staatsstreiche. Die wichtigsten dieser Machtwechsel waren die "Märzrevolution" von 1845, die "Nationale Krise" der Jahre 1859/60 und die "Liberale Revolution" ab 1895. Alfaro wurde 1912 nach einem gescheiterten Staatsstreich, den er gegen seinen Nachfolger Emilio Estrada unternommen hatte, von einer Menschenmenge aus dem Gefängnis gezerrt, ermordet und verbrannt. Im Rahmen der so genannten "Glorreichen Revolution" spielten ab 1944 Großdemonstrationen eine wichtige Rolle bei einem Präsidentensturz. Der neue Präsident Velasco wurde insgesamt fünfmal Präsident und viermal von Militärs gestürzt. Der letzte Sturz von ihm fand im Februar 1970 statt und leitete die neunjährige Militärdiktatur in Ecuador ein.
Auch nach der Rückkehr zur Demokratie 1978/79, der eine Wirtschaftskrise folgte, hielt das Bevölkerungswachstum an. Die Bevölkerung Quitos verstärkte seither ihren Ruf einer "rebellischen Stadt", da wiederholt Präsidenten durch Großdemonstrationen und Generalstreiks zum Sturz gebracht wurden. 1997 wurde Abdalá Bucaram zum Rücktritt gezwungen, 2001 Jamil Mahuad gestürzt und 2005 Lucio Gutiérrez abgesetzt.