Ambato ist die Hauptstadt der Provinz Tungurahua. Sie liegt ungefähr 140 Kilometer von Quito entfernt und liegt auf einer Hochebene von ungefähr 2500 Metern. Malerisch erstreckt sich Ambato am Fuße des 30 km nordöstlich entfernten Chimborazo, dem höchsten Berg des Landes. Schon seit über 1000 Jahren sind Siedlungen an den Ufern des Río Ambato nachweisbar. Im 15. Jahrhundert besiedelten die Inkas die Hochebene. Mit der Neugründung der Stadt durch die spanischen Eroberer im Jahr 1535 erlangte sie eine gewisse Bedeutung als Handelsplatz. Leider ist heute von der prägenden kolonialen Architektur kaum noch etwas erhalten. Im Sommer des Jahres 1949 zerstörte ein schlimmes Erdbeben Ambato praktisch komplett und die Stadt musste komplett neu aufgebaut werden. Dennoch hat die Stadt eine unglaubliche touristische Anziehungskraft und hat tolle Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale und die Bibliothek sowie das Museum Casa de Montalvo sind Highlights der Stadt und auch das naturkundliche Museum Museo de Ciencas Naturales des Colegio Nacional Bolivar lohnt sich für einen Besuch. Zu erwähnen sind auch drei sehenswerte Garten-Haciendas aus dem 19. Jahrhundert auf der nordwestlichen Uferseite des Flusses.
Nur 89 Kilometer südlich von Quito liegt die Stadt La Tacunga. Die Stadt ist bekannt für den schneebedeckten Vulkan Cotopaxi, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Bereits zu Zeiten der Inka bestand die Stadt, doch zwischen 1698 und 1798 wurde sie mehrfach durch Erdbeben schwer beschädigt. Dennoch gehörte sie zum Ende des 18. Jahrhunderts mit ca. 20.000 Einwohnern zu den größten Orten von Ecuador. Vor allem wegen des Blicks auf den Vulkan, aber auch die farbenprächtigen Mama Negra-Feiern ist La Tacunga bekannt. Das örtliche Gericht Chugchucara, das aus Schweinefleisch, Maismehl, Kochbananen, Empanadas und geröstetem Mais besteht, ist außerordentlich lecker!
Im Nordosten der ecuadorianischen Hauptstadt Quito befindet sich das beschauliche Städtchen Otavalo. Auf einer Höhe von 2500 m leben hier etwa 31.000 Menschen. Falls Sie einen Ausflug hier hin planen, dürfen Sie auf keinen Fall den farbenfrohen Markt verpassen. In nur circa zwei Busstunden auf der Panamericana erreichen Sie das beliebteste Touristenziel im Norden Ecuadors. Die Bewohner Otavalos werden Otavaleños genannt.
San Miguel de Ibarra liegt auf einer Höhe von ca. 2210 m in den nördlichen Anden Ecuadors, etwa 115 Kilometer nördlich von Quito. Die Stadt trägt den Namen "Die weiße Stadt" aufgrund seiner engen Straßen und seiner kolonialen Architektur (weiße Häuser mit roten Dächern). Die Stadt wurde am 29. September 1606, dem Festtag des Erzengels Michael, gegründet. 1868 wurde Ibarra durch ein Erdbeben beinahe vollständig zerstört und seit 1872 wieder aufgebaut. Vor allem die Plätzen "Parque Pedro Moncayo" und "Parque Victor Manuel Peñaherrera" prägen das Stadtbild und verleihen der Stadt eine wunderschöne Atmosphäre. Als Ausgangspunkt für eine Zugfahrt Richtung Küste ist Ibarra sehr beliebt. Jährlich finden in Ibarra am letzten Wochenende im September die Fiestas de los Lagos ("Seen-Feste") statt, die von regionaler Bedeutung sind.
Das 25 km nördlich von Quito gelegene 30 Meter hohe Monument weist auf die Stelle hin, wo die französisch-spanische Expedition von Charles de la Condamine, Luis Godin und Pedro Bouguer die Position des Äquators festlegte. Zentrum des Monuments ist eine große Kugel. Sie hat einen Durchmesser von 4,5 Metern und befindet sich auf einem Monolithen, um die ein Metallring verläuft. Diese soll die Erde und den Äquator symbolisieren. Besonders spannend ist, dass das Bauwerk bestiegen werden kann. Außerdem sorgt das darin untergebrachte Museum dafür, die Völker der verschiedenen ecuadorianischen Regionen zu präsentieren. In Ost- und Westrichtung von dem Bauwerk verläuft eine rote Linie. Diese soll sich genau auf dem Äquator befinden. Es ist also möglich mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Fast zwei Stunden östlich vom Zentrum Quitos entfernt befindet sich der 800-Seelen-Ort Papallacta. Bekannt ist er für seine heißen Thermalquellen. Die unterschiedlich temperierten Badebecken auf 3.700 Höhenmetern gehören zu den schönsten und saubersten des ganzen Landes. Handtuch und geeignete Badekleidung sind selbst mitzubringen. Außerdem ist der Ort auch wegen der herrlichen Paramo-Landschaft sehr lohnenswert. Eine Anlage mit einem tollen Restaurant, in dem es schmackhafte Forellenspeisen gibt, lädt zum Verweilen ein.
Die vor Pifo zu überquerende Eisenbrücke liegt 90m über dem Fluss Chinche und ist die erste Bungee-Sprungbrücke in Ecuador. Für 60 US-Dollar kann man bei zwei Sprüngen den absoluten Adrenalinspaß erleben. Die Kurse werden von Experten geleitet. Da die durchgeführten Saltos in die Tiefe viel Publikum anzogen und den Verkehr behinderten, wurden sie einstweilig nur noch sonntags gestattet. Voranmeldung bei Andes Bungee.
Telefon in Quito 226071 o. 227896, Fax 508369, Barón von Humboldt 279.
Dieses Gebiet umschreibt den Nordwesten der Provinz Pichincha. Durch die Nähe zur Landeshauptstadt Quito erfreut sich der Noroccidente immer größerer Beliebtheit. Für einen Kurztrip in die subtropische Landschaft, in märchenhafte Nebelwälder und zu glasklaren Flussbadestellen, lohnt sich die Fahrt auf jeden Fall. Ingesamt 600 verschiedene Arten an Vögeln machen den Noroccidiente zu einem echten Paradies.
Das 4.500 Hektar große Privatreservat mit zusätzlich 14.000 Hektar geschütztem Urwald im Noroccidente wurde erst 1988 ins Leben gerufen. Ein Pflanzenmeer aus Epiphyten, Bromelien, Orchideen und seltenen Baumfarnen ergibt mit den über 300 Vogelarten ein einzigartiges Bild der ecuadorianischen Natur. Ausgeschilderte Wanderpfade ermöglichen es dem Naturliebhaber die wunderschöne Gegend kennen zu lernen.
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